Visual Studio Code 1.123: Chats und Agenten-Sitzungen jetzt geräteübergreifend nutzbar

Microsoft hat die Version 1.123 seines beliebten Quellcode-Editors Visual Studio Code veröffentlicht. Das Update erweitert insbesondere die KI-Funktionen der Entwicklungsumgebung und bringt Verbesserungen für die Zusammenarbeit mit großen Sprachmodellen. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen die Synchronisierung von Chat-Sitzungen über mehrere Geräte hinweg, größere Kontextfenster für ausgewählte KI-Modelle sowie die Möglichkeit, mehrere Agenten-Sitzungen parallel zu öffnen.

Chat-Sitzungen werden automatisch synchronisiert

Eine der bedeutendsten Neuerungen betrifft die Synchronisierung von Chat-Verläufen. Visual Studio Code speichert Chat-Sitzungen nun standardmäßig im verknüpften GitHub-Konto der Nutzer. Dies gilt auch für lokale Agenten-Sitzungen, sodass laufende Unterhaltungen auf einem anderen Gerät nahtlos fortgesetzt werden können.

Laut Microsoft bleiben die synchronisierten Chats privat, sofern sie nicht bewusst geteilt werden. Auf GitHub lassen sich die gespeicherten Unterhaltungen im sogenannten „Agents“-Bereich eines Repositories aufrufen und durchsuchen. Dadurch sollen Entwickler einfacher zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen wechseln können, ohne den bisherigen Gesprächsverlauf mit der KI zu verlieren.

Mehrere Agenten gleichzeitig vergleichen

Auch die Vorschaufunktion „Agents Window“ wurde erweitert. Entwickler können nun mehrere Agenten-Sitzungen parallel in einer geteilten Ansicht öffnen und direkt miteinander vergleichen. Eine zusätzliche Sitzung lässt sich beispielsweise über das Kontextmenü, per Drag-and-Drop oder durch Auswahl bei gedrückter Alt-Taste neben einer bereits geöffneten Sitzung anzeigen.

Dabei bleibt jeweils nur eine der sichtbaren Sitzungen aktiv. Wird eine andere Sitzung ausgewählt, wechselt Visual Studio Code automatisch den Fokus. Eine Ausnahme bildet eine zuvor angeheftete Sitzung, die über die Pin-Funktion fixiert werden kann.

Größere Kontextfenster für KI-Modelle

Darüber hinaus vergrößert Microsoft das Kontextfenster ausgewählter Modelle von OpenAI und Anthropic erheblich. Diese können nun bis zu eine Million Token verarbeiten. Dadurch sollen Entwickler deutlich umfangreichere Codebasen analysieren und längere Unterhaltungen mit der KI führen können, ohne dass wichtiger Kontext verloren geht.

Mit dem erweiterten Kontextfenster richtet sich Visual Studio Code insbesondere an professionelle Entwicklerteams und Projekte mit umfangreichen Quellcodes, bei denen große Mengen an Informationen gleichzeitig verarbeitet werden müssen.

Fokus auf KI-gestützte Entwicklung

Mit den Neuerungen unterstreicht Microsoft erneut seine Strategie, KI-Funktionen stärker in den Entwicklungsalltag zu integrieren. Die geräteübergreifende Synchronisierung von Chats, parallele Agenten-Ansichten und die Unterstützung größerer Kontextfenster sollen die Arbeit mit KI-Assistenten komfortabler und produktiver machen. Visual Studio Code entwickelt sich damit zunehmend zu einer Plattform, in der klassische Softwareentwicklung und KI-gestützte Programmierung eng miteinander verzahnt werden.

Sladjan Lazic

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