In die Erstellung einer Website wird viel Zeit investiert und in diese wird viel Herzblut hineingesteckt. Neue Inhalte werden erstellt, die Website wird erweitert und regelmäßig werden Blogartikel geschrieben und auf dem Blog veröffentlicht. Als Websitebetreiber, Blogger, Creator und Unternehmer hast du monatelang deinen Blog aufgebaut und plötzlich verursacht ein Plugin-Update einen schwerwiegenden Fehler und alles ist von einer Minute auf die andere weg. Deine ganzen Daten, deine Website, dein Blog – alles ist weg und beim Aufruf der URL siehst du nur noch einen weißen Bildschirm. Das ist mir leider nicht nur einmal passiert. Es gibt zwar Maßnahmen, wie man WordPress wieder zum Laufen bringt, doch manchmal hilft nur noch das Einspielen der Sicherungsdatei. In diesem Blogartikel zeige ich dir, wie du ein WordPress Backup erstellen kannst.

WordPress Backup erstellen: Warum eine Sicherung unverzichtbar ist
Ein WordPress-Backup gehört zu den wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen für jede Website. Dabei wird eine Sicherung der Dateien und der Datenbank erstellt, sodass die Website im Notfall wiederhergestellt werden kann. Ohne ein aktuelles Backup kann bereits ein kleiner Fehler dazu führen, dass Inhalte, Einstellungen oder sogar die gesamte Website verloren gehen. Aus diesem Grund sollte man ein WordPress Backup erstellen.
Probleme können jederzeit auftreten. Ein fehlerhaftes Plugin-Update, ein Konflikt zwischen Erweiterungen oder ein technischer Defekt beim Webhosting können dazu führen, dass die Website nicht mehr erreichbar ist. Auch Cyberangriffe oder Schadsoftware stellen ein Risiko dar. Mit einer aktuellen Sicherung lässt sich die Website oft innerhalb kurzer Zeit auf einen funktionierenden Stand zurücksetzen.
Ein WordPress-Backup schützt unter anderem vor:
- Datenverlust durch technische Fehler
- Problemen nach Updates von WordPress, Themes oder Plugins
- Hackerangriffen und Schadsoftware
- versehentlich gelöschten Dateien oder Inhalten
- Serverausfällen beim Hosting-Anbieter
Regelmäßige Backups sorgen für Sicherheit und geben Website-Betreibern die Gewissheit, dass wichtige Inhalte jederzeit wiederhergestellt werden können. Daher sollten automatische Sicherungen von Beginn an eingerichtet und die Backups möglichst an einem externen Speicherort aufbewahrt werden.
WordPress Backup erstellen: Welche Methoden gibt es?
Für die Sicherung einer WordPress-Website stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Grundsätzlich wird zwischen manuellen Backups und automatischen Backups mithilfe eines Plugins unterschieden. Beide Wege haben ihre Vor- und Nachteile und können je nach Erfahrung und Anforderungen sinnvoll sein.
Bei einer manuellen Sicherung werden die Dateien der Website und die Datenbank separat gesichert. Für die Sicherung der Dateien wird in der Regel ein FTP-Programm wie FileZilla verwendet. Nach der Verbindung mit dem Webserver können sämtliche WordPress-Dateien auf den eigenen Computer heruntergeladen werden.
Zusätzlich muss die Datenbank gesichert werden, da dort Beiträge, Seiten, Kommentare, Einstellungen und viele weitere Inhalte gespeichert sind. Dies erfolgt meist über phpMyAdmin, das von nahezu jedem Webhosting-Anbieter bereitgestellt wird. Dort kann die WordPress-Datenbank als SQL-Datei exportiert und lokal gespeichert werden.
Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass keine zusätzlichen Plugins benötigt werden. Allerdings ist die manuelle Sicherung zeitaufwendig und muss regelmäßig wiederholt werden, damit stets eine aktuelle Sicherung vorhanden ist.
Deutlich komfortabler ist die automatische Sicherung mit einem Backup-Plugin wie UpdraftPlus. Das Plugin erstellt selbstständig Sicherungen der WordPress-Dateien und der Datenbank und kann diese auf Wunsch in regelmäßigen Abständen durchführen.
Besonders praktisch ist die Möglichkeit, Backups automatisch in externen Speicherdiensten abzulegen. Dazu gehören beispielsweise Google Drive, Dropbox, Microsoft OneDrive oder andere Cloud-Speicher. Dadurch bleiben die Sicherungen auch dann erhalten, wenn es zu Problemen auf dem Webserver kommt.
Nachfolgend beginnen wir mit der manuellen Sicherung. Ich zeige dir, wie du mit FTP und phpMyAdmin ein WordPress-Backup erstellen kannst.
Manuelle Sicherungslösungen
1. WordPress-Sicherung mit FTP erstellen
Eine manuelle WordPress-Sicherung mit dem kostenlosen Programm FileZilla ist sehr einfach:
- Installiere den FTP-Client FileZilla und stelle eine Verbindung zum Server mit den vom Provider bereitgestellten Zugangsdaten
- Gehe zum Hauptverzeichnis deiner WordPress-Installationen
- Lade alle WordPress-Dateien herunter uns speichere diese auf einem externen Speichermedium

Wichtige Verzeichnisse für das Backup sind:
- /wp-content/ (enthält Themes, Plugins und Uploads)
- /wp-config.php (wichtige Konfigurationsdatei)
- .htaccess
2. WordPress-Backup erstellen mit phpMyAdmin
Die manuelle Datenbank-Sicherung erledigst du am besten über phpMyAdmin.

- Logge dich in den Kundenbereich deines Providers und öffne phpMyAdmin
- Wähle die Datenbank aus
- Klicke auf Exportieren
- Wähle das SQL-Format
- Lade die .sql-Datei auf einen externen Datenträger herunter

3. Sicherungsoption des Providers
Auch über den Provider kannst du ein WordPress-Backup erstellen. Bei Strato ist es BackupControl, erreichbar unter Datenbanken und Webspace → BackupControl.
Automatisches Backup mit UpdraftPlus
Neben der manuellen Datensicherung bietet das automatische Backup viele Vorteile. Mit dem kostenlosen Plugin UpdraftPlus kannst du automatische Backups einstellen, von zweistündlich über täglich, wöchentlich oder monatlich.
Die Sicherungsdateien werden automatisch in die Cloud gespeichert (Google Drive, Dropbox, OneDrive und viele andere). Ich nutze dafür Google Drive. Die Einstellung ist dabei sehr einfach und intuitiv. Du verbindest dich mit deinem Cloud-Anbieter und stellst ein, wie häufig eine Sicherung erstellt werden soll. Danach speicherst du die Änderungen und das Plugin erstellt automatisch das WordPress-Backup.
WordPress-Backups wiederherstellen
Wir haben gelernt, wie man ein WordPress-Backup erstellen kann. Jetzt geht es darum, das Backup bei Bedarf wieder einzuspielen, falls die Website wirklich mal zerschossen ist. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: die manuelle Wiederherstellung über FTP und die Datenbankverwaltung oder die komfortable Wiederherstellung mit einem Backup-Plugin.
Manuelle Wiederherstellung
Bei der manuellen Wiederherstellung müssen zunächst die gesicherten Website-Dateien auf den Server übertragen werden. Dazu stellst du wieder mit FileZilla eine Verbindung zum Webserver her. Anschließend werden die beschädigten oder fehlerhaften WordPress-Dateien entfernt und durch die Dateien aus dem Backup ersetzt. Nach dem Upload solltest du überprüfen, ob die Dateiberechtigungen korrekt gesetzt sind.
Im nächsten Schritt wird die Datenbank wiederhergestellt. Dazu öffnest du wieder phpMyAdmin. Die vorhandenen Datenbanktabellen werden gelöscht oder überschrieben und anschließend die zuvor gesicherte SQL-Datei importiert. Abschließend solltest du die Datei wp-config.php kontrollieren, um sicherzustellen, dass die Zugangsdaten für die Datenbank korrekt hinterlegt sind.
Wiederherstellung mit Plugin
Deutlich einfacher gestaltet sich die Wiederherstellung mit einem Plugin wie UpdraftPlus. In diesem Fall genügt es, das Backup-Plugin im WordPress-Backend zu öffnen und das gewünschte Sicherungsdatum auszuwählen.
Nach einem Klick auf „Wiederherstellen“ übernimmt das Plugin den Großteil der Arbeit automatisch. Die gesicherten Dateien und Datenbankinhalte werden eingespielt und die Website auf den Zustand des gewählten Backups zurückgesetzt. Während des Vorgangs sollte der Wiederherstellungsprozess überwacht werden, bis die Meldung über den erfolgreichen Abschluss erscheint.
Für die meisten Anwender stellt die Wiederherstellung per Plugin die einfachste und sicherste Methode dar, da keine manuellen Eingriffe in Dateien oder Datenbanken erforderlich sind.
Wie häufig sollte ich sichern und wo bewahre ich das Backup auf?
Wie oft ein Backup erstellt werden sollte, hängt vor allem davon ab, wie häufig sich die Inhalte einer Website ändern. Grundsätzlich gilt: Je häufiger neue Inhalte veröffentlicht oder Änderungen vorgenommen werden, desto häufiger sollten Sicherungen erstellt werden. Ziel ist es, den möglichen Datenverlust im Ernstfall so gering wie möglich zu halten.
Bei privaten Websites oder kleinen Unternehmensseiten, die nur selten aktualisiert werden, reicht in vielen Fällen eine wöchentliche Sicherung aus. Werden regelmäßig neue Blogbeiträge veröffentlicht, empfiehlt sich mindestens ein tägliches Backup der Datenbank. Für Online-Shops, Mitgliederbereiche oder stark frequentierte Websites sollten tägliche oder sogar mehrmals tägliche Sicherungen eingerichtet werden. Dort können bereits wenige Stunden Datenverlust zu verlorenen Bestellungen, Kundenanfragen oder Umsätzen führen.
Eine mögliche Orientierung:
- Private Website oder Portfolio: wöchentlich
- Unternehmenswebsite: täglich bis wöchentlich
- Blog mit regelmäßigen Beiträgen: täglich
- Online-Shop (WooCommerce): täglich oder mehrmals täglich
- Mitgliederbereich oder Forum: mehrmals täglich
Backups sollten niemals ausschließlich auf dem gleichen Webserver gespeichert werden, auf dem die Website läuft. Kommt es zu einem Serverausfall, einem Hackerangriff oder einem technischen Defekt, könnten sowohl die Website als auch die Sicherungen verloren gehen.
Empfehlenswert ist die Speicherung an mindestens einem externen Ort. Viele Backup-Plugins wie UpdraftPlus unterstützen die automatische Ablage in Cloud-Speichern wie Google Drive, Dropbox oder Microsoft OneDrive. Alternativ können Sicherungen auf einer externen Festplatte, einem NAS-System oder einem separaten Server gespeichert werden.
Als besonders sicher gilt die sogenannte 3-2-1-Regel für Backups:
- Drei Kopien der Daten aufbewahren
- Zwei verschiedene Speichermedien verwenden.
- Eine Sicherung an einem externen Standort speichern
Wer diese Regel beachtet und regelmäßige Backups erstellt, kann seine WordPress-Website zuverlässig vor Datenverlust schützen und im Notfall schnell wiederherstellen.
WordPress-Backup erstellen – Fazit
Ein regelmäßiges WordPress-Backup gehört zu den wichtigsten Aufgaben bei der Verwaltung einer Website. Technische Fehler, fehlgeschlagene Updates, Hackerangriffe oder versehentlich gelöschte Inhalte können jederzeit auftreten und im schlimmsten Fall zu einem vollständigen Datenverlust führen. Mit einer aktuellen Sicherung lassen sich solche Probleme deutlich schneller und einfacher beheben.
Ob man sich für eine manuelle Sicherung per FTP und phpMyAdmin oder für ein komfortables Backup-Plugin wie UpdraftPlus entscheidet, hängt von den eigenen Anforderungen und Kenntnissen ab. Wichtig ist vor allem, dass Backups regelmäßig erstellt und an einem sicheren externen Speicherort aufbewahrt werden. Wer seine Website konsequent sichert, schafft die Grundlage dafür, Inhalte, Einstellungen und wichtige Daten jederzeit wiederherstellen zu können.



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