Die europäische PayPal-Alternative Wero erreicht zunehmend wichtige Meilensteine. In der deutschen Bevölkerung ist der Bezahldienst allerdings noch immer wenig bekannt, wie eine repräsentative Verivox-Umfrage zeigt.
Von den 1.002 Befragten konnten lediglich 39 Prozent Wero korrekt als Zahlungsdienst einordnen. 31 Prozent hatten nach eigenen Angaben noch nie davon gehört. Weitere 23 Prozent kannten zwar den Namen, wussten jedoch nicht, was sich dahinter verbirgt.
Ein kleiner Teil der Befragten hielt Wero fälschlicherweise für eine App zum Handel mit Währungen, eine Geldanlage-Anwendung, eine Kreditkarte aus Holz oder einen digitalen Legitimierungsdienst.
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Bekanntheit steigt nur langsam
Trotz wachsender Werbeaktivitäten hat Wero innerhalb eines Jahres nur begrenzt an Bekanntheit gewonnen. Im Juli 2025 wussten laut Verivox erst 30 Prozent der Befragten, dass es sich bei Wero um einen Zahlungsdienst handelt. Inzwischen liegt der Anteil bei 39 Prozent.
Auch unter den Menschen, die Wero grundsätzlich kennen, ist die tatsächliche Nutzung bislang überschaubar. 65 Prozent dieser Gruppe hatten noch keine Berührungspunkte mit dem Dienst. Bei 14 Prozent aller Befragten ist das Girokonto für Wero freigeschaltet. Sieben Prozent haben bereits Geld über den Dienst verschickt.
Damit wächst die Nutzung zwar von einem niedrigen Ausgangsniveau aus, aber vergleichsweise deutlich: Ein Jahr zuvor hatten erst vier Prozent der Befragten Wero verwendet.
Erste große Händler führen Wero ein
Wero ist seit 2024 verfügbar und soll sich nach dem Willen zahlreicher europäischer Banken zu einer führenden Zahlungsplattform in Europa entwickeln. Zum Zeitpunkt der Befragung konnten Kundinnen und Kunden teilnehmender Banken den Dienst vor allem nutzen, um einander Geld zu senden.
Inzwischen haben mit Lidl und Decathlon auch erste größere Onlinehändler Wero als Bezahlmöglichkeit eingeführt. Da diese Angebote erst nach Abschluss der Befragung starteten, ist ihr möglicher Einfluss auf Bekanntheit und Nutzung in den Ergebnissen noch nicht sichtbar.
Oliver Maier, Geschäftsführer von Verivox, bezeichnet die bisherigen Fortschritte als „wichtige Achtungserfolge“. Von einer flächendeckenden Akzeptanz sei Wero jedoch weiterhin weit entfernt. Entscheidend dürfte nun sein, wie schnell weitere Banken und Händler den Bezahldienst integrieren, und ob es Wero gelingt, Verbraucherinnen und Verbraucher von einem Wechsel oder einer zusätzlichen Nutzung zu überzeugen.
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