Microsoft bereitet das Ende der Erweiterungsplattform Manifest V2 in seinem Browser Edge vor. Davon betroffen ist unter anderem die klassische Version des populären Werbeblockers uBlock Origin. Für Privatanwender soll die Umstellung bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, Unternehmen erhalten voraussichtlich länger Zeit.
Microsoft Edge unterstützt künftig nur noch Erweiterungen, die mit Manifest V3 kompatibel sind. Manifest V2, kurz MV2, soll in den kommenden Monaten schrittweise aus dem Browser verschwinden. Microsoft folgt damit dem Beispiel von Google: Chrome begann im Oktober 2024 mit der Umstellung und schloss sie im Juli 2025 ab.
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Umstellung beginnt bei privaten Edge-Nutzern
Manifest V2 und dessen Nachfolger Manifest V3 bestimmen, auf welche Programmierschnittstellen Browsererweiterungen zugreifen dürfen. Eine wesentliche Änderung betrifft den Umgang mit Netzwerkanfragen. Unter MV3 können Erweiterungen diese nicht mehr in gleicher Weise eigenständig prüfen und blockieren. Stattdessen müssen sie dem Browser Regeln vorgeben, anhand derer dieser entscheidet, wie Anfragen behandelt werden.
Diese Einschränkung stellt insbesondere Werbeblocker vor Herausforderungen. Viele von ihnen waren ursprünglich darauf ausgelegt, selbst zu kontrollieren, welche Inhalte geladen oder blockiert werden.
Microsoft will den Übergang zu Manifest V3 noch in diesem Monat einleiten. Bis zum Jahresende soll Manifest V2 für private Nutzer vollständig abgeschaltet werden. Im Unternehmensbereich ist der Abschluss der Umstellung für 2027 vorgesehen.
Erste Nutzer sollen bereits Hinweise in den Erweiterungseinstellungen sehen. Edge informiert dort über künftig nicht mehr unterstützte Add-ons und schlägt – sofern vorhanden – kompatible MV3-Versionen vor. Entwickler betroffener Erweiterungen will Microsoft zusätzlich über das Partner Center benachrichtigen.
Viele Anbieter haben ihre Erweiterungen bereits angepasst, nachdem Microsoft frühzeitig zu einem Wechsel auf Manifest V3 geraten hatte. Nach Angaben des Unternehmens befinden sich derzeit allerdings noch 58 Erweiterungen auf MV2-Basis im Edge Add-ons Store.
Klassisches uBlock Origin künftig nicht mehr nutzbar
Mit dem Ende von Manifest V2 verschwindet auch die klassische Ausgabe von uBlock Origin aus Edge. Der Werbeblocker basiert weiterhin auf MV2; eine Umstellung der ursprünglichen Erweiterung auf Manifest V3 ist nicht vorgesehen.
Als Alternative steht uBlock Origin Lite zur Verfügung. Die technisch eingeschränkte Variante wurde speziell für Manifest V3 entwickelt, bietet jedoch nicht den vollständigen Funktionsumfang des Originals.
Wer weiterhin die klassische Version von uBlock Origin verwenden möchte, muss daher auf einen anderen Browser ausweichen. Mozilla hat angekündigt, in Firefox sowohl Manifest V2 als auch Manifest V3 weiter zu unterstützen. Brave will ausgewählte MV2-Erweiterungen ebenfalls erhalten, darunter uBlock Origin, AdGuard AdBlocker, NoScript und uMatrix.
Opera plant, Manifest V2 so lange wie möglich anzubieten. Gleichzeitig empfiehlt das Unternehmen seinen Nutzern bereits, sich nach Erweiterungen umzusehen, die mit Manifest V3 kompatibel sind.
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