Mit WordPress arbeite ich mittlerweile seit rund zehn Jahren und habe eine Menge Themes ausprobiert. Manche habe ich nach nur einem Tag wieder deinstalliert, mit manchen ein paar Jahre erfolgreich gearbeitet und manche nutze ich seit über sechs Jahren und habe vor, diese noch viele Jahre zu nutzen. Es gibt Tausende Themes, von kostenlosen bis zu kostenpflichtigen, und für viele WordPress-Einsteiger stellt sich die Frage: Welches WordPress-Theme ist das Beste? So vielfältig die Auswahl ist, so unterschiedlich sind die vielen Themes. Viele sind mit Funktionen überladen, die du niemals verwenden wirst und sorgen oft dafür, dass deine Website langsamer wird. Manche sind dermaßen kompliziert in der Bedienung und erfordern zig zusätzliche und teils kostenpflichtige Plug-ins. Das sind solche Themes, die ich am Anfang meiner Arbeit mit WordPress schnell deinstalliert habe, weil ich keine Lust hatte, mich tagelang in ein unübersichtliches Theme einzuarbeiten. Mit der Zeit haben sich einige sehr gute Themes herauskristallisiert, mit denen ich am besten arbeite und diese zeige ich dir in diesem Blogartikel.

Was ist ein WordPress-Theme?
Ein WordPress-Theme bestimmt das Erscheinungsbild deiner Website. Es legt unter anderem fest, wie Farben, Schriftarten, Abstände und Seitenbereiche dargestellt werden. Auch die Gestaltung von Beiträgen, Menüs, Überschriften und Bildern wird durch das Theme beeinflusst. Du kannst es dir daher wie das visuelle Grundgerüst deiner WordPress-Website vorstellen.
Ein Theme verändert in erster Linie das Design, während deine Inhalte erhalten bleiben. Wenn du ein anderes Theme aktivierst, bleiben Texte, Bilder und Seiten normalerweise weiterhin vorhanden, erscheinen jedoch in einem neuen Layout. Dadurch kannst du das Aussehen deiner Website anpassen, ohne sämtliche Inhalte neu erstellen zu müssen.
WordPress bietet eine große Auswahl an kostenlosen und kostenpflichtigen Themes. Kostenlose Varianten eignen sich häufig für einfache Websites und Blogs, während Premium-Themes oft zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten, Vorlagen oder Support enthalten. Bei der Auswahl solltest du nicht nur auf das Design achten, sondern auch auf schnelle Ladezeiten, regelmäßige Updates und eine gute Darstellung auf Smartphones und Tablets.
Viele moderne Themes lassen sich direkt im WordPress-Editor anpassen. Je nach Theme kannst du beispielsweise Farben ändern, ein Logo einfügen oder verschiedene Layouts auswählen. Ein passendes WordPress-Theme hilft dir somit dabei, eine ansprechende und benutzerfreundliche Website zu gestalten, die zu deinen Inhalten und Zielen passt.
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FSE-Themes oder Pagebuilder?
Wer meine Arbeit hier bei Webnumerus verfolgt, weiß, dass ich ein großer Verfechter des Full Site Editings (FSE) bin und fast nur mit FSE-Themes arbeite. Bedeutet das, dass ich Pagebuilder wie Elementor komplett ausschließe? Schauen wir uns die Sache mal genauer an.
Full-Site-Editing-Themes, kurz FSE-Themes, ermöglichen dir, nahezu alle Bereiche deiner WordPress-Website direkt im Block-Editor zu gestalten. Dazu gehören nicht nur Seiten und Beiträge, sondern auch der Header, der Footer, Vorlagen und andere globale Elemente. FSE-Themes nutzen dafür die WordPress-eigenen Blöcke und den Website-Editor, sodass keine zusätzliche Erweiterung für die grundlegende Gestaltung erforderlich ist.
Themes mit Pagebuildern arbeiten dagegen meist mit einer separaten Erweiterung wie Elementor, Divi oder WPBakery. Diese Pagebuilder stellen eigene Bedienelemente, Module und Designfunktionen zur Verfügung. Damit kannst du komplexe Seitenlayouts häufig per Drag-and-drop erstellen und aus zahlreichen vorgefertigten Vorlagen wählen. Je nach Pagebuilder stehen dir dabei oft mehr visuelle Effekte und detaillierte Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Ein wichtiger Unterschied liegt in der technischen Grundlage. FSE-Themes orientieren sich eng am WordPress-Standard und lassen sich direkt über die integrierten Werkzeuge bearbeiten. Das kann eine schlankere Website und eine bessere Kompatibilität mit zukünftigen WordPress-Versionen begünstigen. Pagebuilder bringen hingegen ein eigenes Gestaltungssystem mit, das zusätzliche Funktionen bietet, aber auch mehr Ressourcen benötigt und die Ladezeit beeinflussen kann.
Welche Variante besser geeignet ist, hängt von deinen Anforderungen ab. Wenn du eine moderne, möglichst eng mit WordPress verbundene Lösung suchst, kann ein FSE-Theme die richtige Wahl sein. Möchtest du besonders umfangreiche Designs erstellen oder arbeitest du bereits mit einem bestimmten Pagebuilder, bietet ein entsprechendes Theme möglicherweise mehr Komfort. Vor der Entscheidung solltest du außerdem berücksichtigen, wie flexibel du später das Theme oder das Gestaltungssystem wechseln möchtest.
Ich schließe Pagebuilder nicht komplett aus, verwende diese aber nur für bestimmte Bereiche, wie z. B. E-Commerce. Heißt konkret, wenn ich einen Online-Shop mit WooCommerce aufbauen möchte, dann nehme ich kein FSE-Theme, sondern verwende z. B. Flatsome. Nachfolgend stelle ich dir zwei FSE- und ein Nicht-FSE-Theme vor.
Warum du nicht mehr als drei Themes brauchst
Ich mag Einfachheit, auch im Webdesign. Es spricht nichts dagegen, zehn oder mehr Themes zu nutzen. Ich halte es übersichtlich und arbeite mit maximal drei Themes, die ich, je nach Einsatzzweck, beliebig verwenden kann. Da ich überwiegend mit Full Site Editing arbeite, entfallen verschiedene Pagebuilder und ich bleibe in der gewohnten Umgebung des Block-Editors von WordPress.
Beim Flatsome-Theme steht mir der UX Builder zur Verfügung, mit dem ich aus unzähligen Templates, Layouts und Inhaltselementen wählen kann. Mit Flatsome Studio habe ich noch mehr gut aussehende Templates zu jedem Zweck. Ich kann mir eine ganze Website oder Online-Shop individuell zusammenstellen oder aus einer Vorlage wählen und diese nach Belieben gestalten. Die Möglichkeiten sind grenzenlos.
Welches WordPress-Theme ist das Beste? Nachfolgend stelle ich dir meine drei Lieblings-Themes vor.
1. Frost

Frost ist meine erste Wahl seit 2024 und mit diesem Theme habe ich die Website Webnumerus umgesetzt. Es ist ein modernes WordPress-Theme, das ein klares, minimalistisches Design mit vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten verbindet. Es eignet sich besonders für Agenturen, Unternehmen, persönliche Marken und kreative Projekte. Dank seines professionellen Erscheinungsbildes lassen sich stilvolle Websites erstellen, ohne dass dafür ein komplexer Entwicklungsprozess notwendig ist.

Das kostenlose Theme enthält zahlreiche vorgefertigte Block-Vorlagen, die den Aufbau einer Website deutlich erleichtern. Dazu gehören unter anderem aufmerksamkeitsstarke Hero-Bereiche, Portfolio-Abschnitte, deutlich sichtbare Call-to-Action-Elemente und Bereiche für Kundenstimmen. Diese Vorlagen können direkt eingefügt, individuell angepasst und miteinander kombiniert werden. So entsteht schnell eine Website, die zu den eigenen Inhalten und Zielen passt.
Frost ist ein Full-Site-Editing-Theme, kurz FSE-Theme. Damit lassen sich nicht nur einzelne Seiten und Beiträge, sondern auch globale Bereiche wie Header, Footer und Seitenvorlagen im WordPress-Website-Editor bearbeiten. Farben, Schriften, Abstände und Layouts können zentral angepasst werden, sodass ein einheitliches Erscheinungsbild entsteht.

Für die Gestaltung ist kein aufwendiger externer Pagebuilder erforderlich. Sämtliche Änderungen erledige ich einfach im nativen WordPress-Block-Editor. Dadurch bleibt die Bedienung übersichtlich und die Website ist weniger von zusätzlichen Erweiterungen abhängig. Frost bietet somit eine moderne Grundlage für alle, die ihre WordPress-Website schnell, flexibel und effizient gestalten möchten.
Wer einen professionellen Online-Shop erstellen möchte, findet mit WooCommerce eine der beliebtesten Shop-Lösungen für WordPress. Das Plugin eignet sich sowohl für kleine Shops als auch für umfangreiche E-Commerce-Projekte. Praktische Bücher zum Thema WooCommerce findest du bei Amazon*.
2. Spectra One

Spectra One ist ein kostenloses, modernes WordPress-Theme, das ein elegantes Design mit vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten verbindet. Es eignet sich für Blogs, Portfolios, Unternehmenswebsites, persönliche Marken und viele weitere Projekte. Mit Spectra One habe ich mein Werkschutzportal umgesetzt.
Das Theme bietet eine flexible Grundlage für unterschiedliche Seitentypen und Inhalte. Vorgefertigte Layouts und Block-Vorlagen erleichtern den Einstieg und können individuell an das gewünschte Design angepasst werden. Dadurch lässt sich mit vergleichsweise wenig Aufwand eine ansprechende Website erstellen, die sowohl zu geschäftlichen als auch zu kreativen Projekten passt.
Spectra One ist ein Full-Site-Editing-Theme. Damit kannst du nicht nur Seiten und Beiträge, sondern auch zentrale Bereiche wie den Header, den Footer und verschiedene Seitenvorlagen direkt im WordPress-Website-Editor gestalten. Farben, Schriftarten, Abstände und weitere globale Einstellungen lassen sich ebenfalls anpassen, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu schaffen.
Für die Bearbeitung ist kein aufwendiger externer Pagebuilder notwendig. Die Gestaltung erfolgt mit den nativen WordPress-Blöcken direkt im Block-Editor. Das macht den Aufbau und die Pflege der Website besonders unkompliziert und reduziert die Abhängigkeit von zusätzlichen Erweiterungen. Spectra One ist damit eine gute Wahl für dich, wenn du eine moderne, flexible und leicht zu bearbeitende WordPress-Website erstellen möchtest.
3. Flatsome

Das letzte Theme, welches ich dir vorstelle, ist das Flatsome-Theme. Im Gegensatz zu den ersten vorgestellten Themes ist Flatsome kein FSE-Theme und hat mit dem UX Builder einen Pagebuilder. Es ist zudem nicht kostenlos, bietet aber für den Preis eine enorme Auswahl an professionellen Vorlagen und Funktionen.
Flatsome eignet sich optimal für E-Commerce-Projekte und die Erstellung professioneller Onlineshops mit WooCommerce. Das Theme wurde speziell auf die Anforderungen des Onlinehandels zugeschnitten und verbindet ein modernes Design mit umfangreichen Funktionen. Damit lassen sich sowohl kleinere Shops als auch umfangreiche Verkaufsplattformen ansprechend und benutzerfreundlich gestalten.

Ein besonderer Vorteil ist der integrierte UX Builder. Mit diesem visuellen Pagebuilder kann ich aus zahlreichen Layouts, Templates und Inhaltselementen wählen und Seiten individuell zusammenstellen. Änderungen lassen sich direkt nachvollziehen, sodass auch komplexere Shopseiten ohne aufwendige Programmierung erstellt werden können.
Mit Flatsome Studio steht mir zusätzlich eine große Auswahl professionell gestalteter Vorlagen für unterschiedliche Zwecke zur Verfügung. Ich kann eine vollständige Website oder einen Onlineshop auf Basis eines fertigen Designs aufbauen und anschließend nach meinen Vorstellungen anpassen. Alternativ lassen sich einzelne Bereiche und Elemente flexibel miteinander kombinieren. Dadurch sind den Gestaltungsmöglichkeiten kaum Grenzen gesetzt.

Flatsome ist ein kostenpflichtiges WordPress-Theme. Angesichts des großen Funktionsumfangs, der engen WooCommerce-Integration und der vielseitigen Designwerkzeuge ist der Preis jedoch absolut gerechtfertigt. Wer einen professionellen, individuell gestalteten und leistungsfähigen Onlineshop erstellen möchte, erhält mit Flatsome eine umfangreiche Komplettlösung.
Welches WordPress-Theme ist das Beste? – Fazit
Das eine beste WordPress-Theme für jedes Projekt gibt es nicht. Entscheidend ist, welches Theme am besten zu den Anforderungen der jeweiligen Website passt. Für einfache Unternehmensseiten, Blogs oder Portfolios bieten moderne FSE-Themes wie Frost und Spectra One eine schlanke und flexible Grundlage. Die Bearbeitung erfolgt direkt im WordPress-Block-Editor, sodass kein zusätzlicher Pagebuilder notwendig ist. Für umfangreiche Onlineshops mit WooCommerce ist dagegen Flatsome besonders geeignet, da es zahlreiche E-Commerce-Funktionen und vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten bietet.
Für einen Webdesigner können diese drei Themes vollkommen ausreichend sein. Die Beschränkung auf wenige Themes bringt außerdem praktische Vorteile. Wer regelmäßig mit denselben Systemen arbeitet, kennt deren Einstellungen, Möglichkeiten und Besonderheiten genau. Dadurch lassen sich Websites schneller umsetzen, Probleme effizienter lösen und einheitliche Arbeitsabläufe entwickeln. Auch die spätere Wartung und Betreuung der Kundenprojekte wird deutlich einfacher. Das beste Theme ist somit nicht zwangsläufig dasjenige mit den meisten Funktionen, sondern das Theme, das zuverlässig zum jeweiligen Projekt passt.
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