So habe ich HTML und CSS gelernt: Meine Buchempfehlung für Einsteiger [2026] 🚀

Meine ersten Schritte in HTML hatte ich 2006, also vor genau 20 Jahren. Mit CSS habe ich erst ein Jahr später begonnen. Damals war die Auswahl an Büchern, Ratgebern, Blogbeiträgen und Videos im Internet allgemein viel spärlicher. Heute gibt es ganze YouTube-Videos, mit denen man eine komplette Website erstellen kann. Ich habe selbst ein HTML- und CSS-Tutorial geschrieben, in dem ich praktisch zeige, wie man eine moderne und responsive Website erstellt. Vor 20 Jahren habe ich mit wild durcheinander gewürfelten Blogbeiträgen, die ich mir in mühevoller Arbeit im Web der 2000er Jahre zusammengesucht hatte, begonnen. Noch gab es keine Smartphones und kein Mobile First, es gab keine responsiven Websites und eine verschlüsselte Datenübertragung mit HTTPS hatten nur wenige große Websites. In diesem Blogartikel zeige ich, mit welcher Literatur ich HTML und CSS damals und über die Jahre gelernt habe und welches Buch ich Neueinsteigern heute empfehle.

Für den Einstieg in HTML und CSS empfehle ich das Buch „HTML5 und CSS3“ von Jürgen Wolf. Das Buch kannst du bei Amazon* kaufen.

Meine erste kleine Website

Meine Motivation, um überhaupt mit dem Webdesign und der Erstellung von Websites zu beginnen war reine Neugier. Ich hatte seit etwa zwei Jahren meinen ersten Laptop, es war ein Modell von Samsung, und war viel im Internet unterwegs. Irgendwann stellte ich mir die Frage, wie Webinhalte erstellt werden. Also konkret, wie Websites entstehen. Das Interesse für Webdesign war geboren.

Sofort begann ich im Netz zu recherchieren und mich über die Erstellung von Websites zu informieren. Sofort stieß ich auf SELFHTML, damals und heute die größte deutschsprachige Dokumentation zu HTML. Vom riesigen Informationsumfang bei SELFHTML fühlte ich mich aber schnell erschlagen.

Ich suchte nach etwas einfacheren und einsteigerfreundlichen Ratgebern und fand bald ein paar sorgfältig gepflegte private Blogs, die einem Neueinsteiger und Interessenten in diesem Thema die Grundlagen vermittelten. Ich lernte den Aufbau eines HTML-Grundgerüstes und des HTML-Elements.

Den neu erlernten Code tippte ich in den Editor in Microsoft XP, speicherte die Datei als index.html und öffnete diese das erste Mal im Firefox-Browser. Es war mein erstes erstelltes HTML-Dokument, welches nur aus dem HTML-Grundgerüst und ein paar Zeilen Text innerhalb von <body> bestand.

Nicht wirklich spektakulär, aber es war mein erster kleiner Fortschritt. Bald kamen erste HTML-Elemente, ich habe eine H1-Überschrift, eine H2-Überschrift und einen Absatz erzeugt. Bald begann ich, dieses erste HTML-Dokument so zu bauen, dass es nach einem brauchbaren Ergebnis aussieht. Damals war es gar nicht ungewöhnlich, das Layout mit Tabellen und Frames zu gestalten.

Mit dem <table>-Element fing ich an, mir eine Tabelle zusammenzubasteln, die später meine erste kleine Website werden sollte. Nach einigem Hin und Her, hatte ich einen ersten Prototyp, meine erste kleine Website. Mit einem Header-Bild, einem Navigationsmenü, einem scrollenden Text, den ich mit dem <marquee>-Element erstellt hatte, einer H1-Hauptüberschrift, einer H2-Unterüberschrift, einem Bild, dem Hauptinhalt bestehend aus Absätzen sowie einem Footer.

Meine erste Website aus dem Jahr 2007, die heute noch online ist

Die Website wurde nur mit HTML und ohne CSS erstellt, nach den heutigen Standards würde der Code in jeder Validierungsprüfung durchfallen. Damals konnte man auf diese Art und Weise kleine Websites bauen. Und für mich persönlich war das Ergebnis als frisch gebackener Amateur- und Hobby-Webdesigner ein erster kleiner Erfolg auf dem ich aufbauen konnte.

Erste professionelle Literatur: Das Buch von Michael Jendryschik

Da ich meine gerade erlangten ersten Kenntnisse in HTML ausbauen und das Webdesign weiter lernen wollte, suchte ich nach geeigneter Literatur. Diese fand ich Anfang 2007 im Buch „Einführung in XHTML, CSS und Webdesign“ von Michael Jendryschik, welches im Addison-Wesley Verlag erschienen war. Damals habe ich die erste Auflage in der Buchhandlung gekauft, die zweite Auflage kann heute noch heruntergeladen werden.

Das Buch empfehle ich aber nicht zum produktiven Arbeiten, da ein Großteil der dort vermittelten Inhalte mittlerweile veraltet ist. Selbst der Autor weist daraufhin. Während der Recherche für diesen Blogartikel habe ich mir das Buch heruntergeladen und nach so vielen Jahren ein wenig in Nostalgie geschwelgt und mich an diese Tage erinnert. Der erste Code, die erste Website.

Zurück ins Jahr 2007. Ich begann mit dem Buch zu arbeiten und erweiterte meine bisherigen Grundkenntnisse in HTML. Das Buch beinhaltete eine begleitende praktische Arbeit, den Aufbau einer Website für eine Kochbar. Es war ein spannendes Projekt. Es wurde eine Website für einen gastronomischen Betrieb gebaut, mit den typischen Inhalten wie Rezepte und Öffnungszeiten.

Von Woche zu Woche machte ich kleine Fortschritte und erlangte erste Kenntnisse in CSS. Eine große Herausforderung für mich war meine damalige Arbeit im Wachgewerbe. Ich arbeitete in Wechselschichten von 12 Stunden und mit teilweise über 240 Stunden im Monat. Damals war das in diesem Gewerbe ganz normal. Man war auch jünger und konnte das machen.

Ich habe in manchen Wochen mehrere Stunden Webdesign gelernt, dann gab es Wochen, da konnte ich nur kurz ins Buch schauen und vielleicht etwas Code schreiben. Dann gab es wieder Wochen, da konnte ich nichts machen oder hatte mehrere Wochen pausiert. Da das Webdesign nach wie vor ein Hobby war, habe ich damals nicht die nötige Disziplin aufgewendet und habe mir Zeit gelassen.

Das Buch war mit über 500 Seiten im wahrsten Sinne des Wortes ein Schwergewicht und ich arbeitete mich nur sehr langsam und mühsam voran. Die Kapitel und Lektionen waren sehr verständlich und auch die praktische Arbeit an der Website für die Kochbar war interessant, aber ich hatte damals einfach das Momentum verloren.

Ich will mein nachlassendes Interesse für Webdesign nicht nur auf die Arbeit und die mangelnde Zeit schieben, mir fehlte damals auch der Ehrgeiz weiterzulernen. Irgendwo in der Mitte des Buches „Einführung in XHTML, CSS und Webdesign“ habe ich aufgehört und nach ein paar Jahren waren die Inhalte schon veraltet.

Neustart mit HTML und CSS ab 2023

Jahre vergingen und ich lernte nicht mehr intensiv HTML und CSS, aber ich habe auch nicht aufgehört, mich mit Webdesign zu beschäftigen. Hin und wieder baute ich kleine Websites, verwarf diese wieder und habe mich sporadisch weitergebildet. Es war über viele Jahre ein passives Hobby und ich hatte keine Ambitionen weiterzulernen.

Ab 2016 habe ich das erste Mal mit WordPress gearbeitet und entdeckte die Vorteile eines Content-Management-Systems. Das Thema HTML und CSS flammte wieder ein wenig auf und ab 2019 hatte ich sporadisch wieder mit dem Lernen begonnen, besser gesagt, mein veraltetes Wissen aufzufrischen. Denn, mein Wissen stammte noch aus Zeiten von XHTML und mittlerweile hatten wir HTML5.

Anfang 2019 kaufte ich mir das Buch „HTML5 und CSS3“ von Jürgen Wolf, welches im Rheinwerk Verlag erschienen war. Dieses Buch habe ich heute noch und arbeite immer noch damit. Im Sommer 2023 begann ich wieder Schritt für Schritt HTML und CSS zu lernen und begann im August mit meiner Weiterbildung zum Webdesigner bei der OfG, die ich online absolvierte.

Für den Einstieg in HTML und CSS empfehle ich das Buch „HTML5 und CSS3“ von Jürgen Wolf. Das Buch kannst du bei Amazon* kaufen.

Das Buch von Jürgen Wolf hat mir ergänzend zur Weiterbildung sehr geholfen und auch nach der Weiterbildung konnte ich meine Kenntnisse in HTML5 und CSS3 deutlich ausbauen. Das Buch eignet sich sowohl für Einsteiger als auch Fortgeschrittene und Profis in der Webentwicklung. Den kompletten Inhalt hier vorzustellen würde den Rahmen dieses Blogartikels sprengen.

So viel kann ich aber sagen, du bekommst Folgendes vermittelt:

  • Komplette Einführung und die Grundlagen von HTML5 und CSS3
  • Syntax und Aufbau von HTML
  • Grafiken und Multimedia, Vektorgrafiken und Videos
  • HTML-Formulare und interaktive Elemente
  • semantisches HTML
  • Formulardaten mit PHP versenden
  • Einbindungsmöglichkeiten von CSS
  • CSS-Selektoren
  • Vererbung und Kaskade
  • CSS-Boxmodell
  • CSS-Positionierung
  • Stylen mit CSS
  • Einführung in JavaScript
  • Objekte in JavaScript
  • Einführung in Ajax und jQuery
  • CSS-Frameworks

Diese Aufzählung könnte man noch um ein Vielfaches erweitern. An dieser Stelle meine uneingeschränkte Empfehlung für das Buch „HTML5 und CSS3“ von Jürgen Wolf.

HTML & CSS lernen – Fazit

HTML und CSS zu lernen war für mich kein geradliniger Weg. Zwischen meinen ersten Versuchen im Jahr 2006 und meinem heutigen Wissensstand liegen viele Jahre mit Pausen, Rückschlägen und Neustarts. Rückblickend war das aber kein Nachteil. Jede Phase hat dazu beigetragen, mein Verständnis für die Entwicklung von Websites zu vertiefen. Vom einfachen HTML-Dokument mit Tabellenlayout bis hin zu modernen, responsiven Websites mit HTML5 und CSS3 war es ein spannender Lernprozess.

Wer heute mit Webdesign beginnen möchte, hat deutlich bessere Möglichkeiten als damals. Kostenlose Tutorials, Videos und Dokumentationen sind nahezu unbegrenzt verfügbar. Dennoch halte ich gute Fachbücher nach wie vor für eine der besten Lernquellen. Sie vermitteln Wissen strukturiert, nachvollziehbar und ohne die Ablenkungen des Internets. Das Buch „HTML5 und CSS3“ von Jürgen Wolf kann ich daher uneingeschränkt empfehlen. Noch wichtiger als das perfekte Buch ist jedoch die Praxis: Wer regelmäßig Code schreibt, kleine Projekte umsetzt und neugierig bleibt, wird Schritt für Schritt Fortschritte machen. Genau so habe ich es gelernt – und genau so würde ich heute wieder anfangen.

Für den Einstieg in HTML und CSS empfehle ich das Buch „HTML5 und CSS3“ von Jürgen Wolf. Das Buch kannst du bei Amazon* kaufen.

Sladjan Lazic

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