Historischer Kurssturz: Alphabet verliert rund eine halbe Billion Dollar an Börsenwert

Starkes Wachstum reicht den Anlegern nicht mehr: Hohe Investitionen in künstliche Intelligenz, sinkende Nettogewinne und zusätzlicher Finanzierungsbedarf setzen den Google-Mutterkonzern unter Druck.

Alphabet hat den schwersten Börsentag seiner Unternehmensgeschichte erlebt. Die A-Aktien des Google-Mutterkonzerns verloren am Donnerstag, dem 29. Oktober, rund 12,6 Prozent. Damit büßte das Unternehmen etwa 500 Milliarden US-Dollar an Börsenwert ein. Auslöser waren Quartalszahlen, die Zweifel daran verstärkten, wie schnell sich die milliardenschweren Investitionen in künstliche Intelligenz auszahlen.

Dabei wächst das Geschäft kräftig. Im dritten Quartal 2026 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent auf 127,6 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn legte um 30 Prozent zu. Unter dem Strich verdiente Alphabet jedoch nur noch 26,2 Milliarden Dollar, nach knapp 35 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Umsatz und Gewinn je Aktie blieben hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Belastend wirkten insbesondere Verluste aus Aktienanlagen.

Entdecke die Welt von Apple: leistungsstarke Technik für Kreative, Unternehmer und den digitalen Alltag. Ob MacBook Pro, iPad oder Zubehör: Apple-Produkte stehen seit Jahren für hochwertige Verarbeitung, starke Performance und ein durchdachtes Ökosystem. Hochwertige Apple-Geräte rund um MacBook Pro, iPad und weiteres Apple-Zubehör findest du bei Amazon*.

Zunehmend im Mittelpunkt steht zudem der Geldbedarf für den Ausbau der technischen Infrastruktur. Im dritten Quartal gab Alphabet mehr als 51 Milliarden Dollar für Sachanlagen aus – mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Die Investitionen überstiegen den operativen Mittelzufluss von rund 42,3 Milliarden Dollar deutlich. Daraus ergibt sich ein negativer freier Cashflow von etwa neun Milliarden Dollar: Bereits zum zweiten Mal in Folge reichten die laufenden Mittelzuflüsse nicht aus, um die Investitionen zu decken.

Zur Finanzierung nimmt Alphabet zusätzliche Schulden auf und verkauft neue Aktien. Im dritten Quartal brachte die Ausgabe unbesicherter Anleihen netto 28,7 Milliarden Dollar ein. Weitere 12,4 Milliarden Dollar flossen durch den Verkauf neuer A- und C-Aktien in die Konzernkasse. Zugleich steigt die Zinsbelastung.

Für bestehende Aktionäre haben solche Kapitalmaßnahmen Folgen: Steigt die Zahl der Aktien, sinkt bei unverändertem Bestand ihr prozentualer Anteil am Unternehmen. Im laufenden Aktienverkaufsprogramm standen Ende September noch 27,6 Milliarden Dollar für mögliche weitere Emissionen zur Verfügung. Das ist ein verbleibender Finanzierungsrahmen, keine verbindliche Ankündigung, den gesamten Betrag unmittelbar einzunehmen. Bei niedrigeren Kursen müsste Alphabet allerdings mehr Aktien verkaufen, um dieselbe Summe zu erzielen.

Dem hohen Kapitaleinsatz stehen erhebliche Geschäftschancen gegenüber. Google Cloud verdoppelte seinen Quartalsumsatz auf 30,7 Milliarden Dollar. Konzernchef Sundar Pichai führt das Wachstum vor allem auf die Nachfrage nach KI-Infrastruktur und KI-Anwendungen zurück.

Eine Entspannung bei den Ausgaben zeichnet sich vorerst dennoch nicht ab. Finanzchefin Anat Ashkenazi stellte für 2027 erneut deutlich steigende Investitionen in Aussicht. Damit wächst der Druck auf Alphabet, neben starkem Umsatzwachstum auch ausreichende Erträge und Mittelzuflüsse aus dem KI-Ausbau zu erzielen.

Entdecke die Welt von Apple: leistungsstarke Technik für Kreative, Unternehmer und den digitalen Alltag. Ob MacBook Pro, iPad oder Zubehör: Apple-Produkte stehen seit Jahren für hochwertige Verarbeitung, starke Performance und ein durchdachtes Ökosystem. Hochwertige Apple-Geräte rund um MacBook Pro, iPad und weiteres Apple-Zubehör findest du bei Amazon*.

Sladjan Lazic

Comments

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert