Was ist WYSIWYG?: Einfach erklärt [Quick Tip]

WYSIWYG steht für „What You See Is What You Get“ und bedeutet auf Deutsch so viel wie „Was du siehst, ist das, was du bekommst“. Der Begriff beschreibt Editoren und Programme, bei denen Inhalte während der Bearbeitung bereits so dargestellt werden, wie sie später veröffentlicht oder ausgedruckt werden. Ein bekanntes Beispiel sind Textverarbeitungen wie Microsoft Word oder Website-Builder wie Google Web Designer und Wix⁠. Nutzer können Texte formatieren, Bilder einfügen und Layouts gestalten, ohne direkt mit Programmcode arbeiten zu müssen. In diesem Quick Tip schauen wir uns das WYSIWYG genauer an.

Wie funktioniert ein WYSIWYG-Editor?

Ein WYSIWYG-Editor stellt dem Benutzer eine grafische Oberfläche zur Verfügung. Über Schaltflächen und Menüs können beispielsweise Überschriften erstellt, Text fett formatiert oder Bilder eingefügt werden. Im Hintergrund erzeugt die Software automatisch den erforderlichen Code, ohne dass sich der Anwender darum kümmern muss.

Google Web Designer

Wer beispielsweise eine Überschrift erstellt, sieht sofort das fertige Ergebnis. Der Editor erzeugt dabei automatisch den entsprechenden HTML-Code, etwa <h1> oder <h2>, ohne dass dieser manuell geschrieben werden muss.

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WYSIWYG im Webdesign

Im Webdesign kommen WYSIWYG-Editoren häufig in Content-Management-Systemen wie WordPress⁠ zum Einsatz. Der moderne Block-Editor ermöglicht es, Inhalte direkt auf der Seite zu gestalten und dabei eine Vorschau des späteren Erscheinungsbildes zu erhalten.

Auch viele Website-Baukästen setzen vollständig auf das WYSIWYG-Prinzip. Elemente können per Drag-and-Drop verschoben und gestaltet werden, wodurch sich Websites ohne Programmierkenntnisse erstellen lassen.

Vor- und Nachteile

Der größte Vorteil besteht in der einfachen Bedienung. Benutzer können sich auf die Inhalte konzentrieren, anstatt sich mit HTML, CSS oder anderen Programmiersprachen beschäftigen zu müssen.

Weitere Vorteile sind:

  • Sofortige Vorschau der Änderungen
  • Schneller Einstieg ohne Programmierkenntnisse
  • Effiziente Erstellung von Inhalten
  • Weniger Fehler bei der Formatierung
  • Intuitive Bedienung durch grafische Oberflächen

Trotz der einfachen Handhabung gibt es auch einige Nachteile. Der automatisch erzeugte Code ist häufig umfangreicher und weniger sauber als handgeschriebener HTML-Code. Dadurch können Performance- oder Kompatibilitätsprobleme entstehen.

Außerdem stoßen WYSIWYG-Editoren bei komplexen Projekten oft an ihre Grenzen. Professionelle Webentwickler greifen deshalb häufig direkt auf den Quellcode zurück, um maximale Kontrolle über Design, Funktionalität und Suchmaschinenoptimierung zu erhalten.

Was ist WYSIWYG? – Fazit

WYSIWYG-Editoren haben die Erstellung von Webseiten und Dokumenten erheblich vereinfacht. Sie ermöglichen es auch Einsteigern, professionelle Inhalte zu erstellen, ohne Programmcode schreiben zu müssen. Für kleinere Websites, Blogs und einfache Projekte sind sie eine ausgezeichnete Wahl. Wer jedoch individuelle Designs und maximale Flexibilität benötigt, kommt langfristig meist nicht an HTML, CSS und JavaScript vorbei.

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Sladjan Lazic

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