Microsoft Defender for Endpoint soll künftig auch Linux-Arbeitsplätze in Unternehmen absichern. Die Erweiterung befindet sich in der öffentlichen Vorschau und lässt sich über die bestehende Sicherheitsinfrastruktur verwalten.
Microsoft baut die GNU/Linux-Unterstützung seiner Sicherheitssoftware Defender for Endpoint aus. Nachdem bislang Server im Mittelpunkt standen, nimmt das Unternehmen nun auch Desktop-Systeme ins Visier. Damit reagiert Microsoft nach eigenen Angaben auf die zunehmende Nutzung von GNU/Linux in der Softwareentwicklung.
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Automatische Erkennung des Gerätetyps
Für Unternehmen soll die Erweiterung vor allem die Verwaltung vereinfachen: GNU/Linux-Arbeitsplätze lassen sich in die vorhandene Defender-Umgebung einbinden und zentral überwachen.
Bei der Einrichtung erkennt Defender for Endpoint automatisch, ob die Software auf einem Server oder einer Workstation installiert wird. Dafür wertet sie unter anderem Angaben zur Linux-Distribution, Lizenz- und Abonnementinformationen sowie weitere Systemdaten aus. Auf dieser Grundlage passt Defender seine Einstellungen an. Ist keine eindeutige Zuordnung möglich, behandelt die Software das Gerät standardmäßig als Server.
Beim Schutzumfang sollen Desktop-Nutzer keine Abstriche machen müssen. Laut Microsoft stehen ihnen dieselben Sicherheitsfunktionen zur Verfügung wie auf Linux-Servern. Dazu gehören Echtzeit-Virenschutz, geplante Scans und Endpoint Detection and Response, kurz EDR.
Sicherheitsrichtlinien zentral verwalten
Über die Defender-Infrastruktur können IT-Verantwortliche Berechtigungen und Sicherheitsrichtlinien für GNU/Linux-Desktops festlegen. Auch der Umgang mit externen Speichermedien lässt sich steuern. Das soll sowohl Datenabflüsse begrenzen als auch verhindern, dass Schadsoftware über angeschlossene Datenträger ins Unternehmen gelangt.
Weitere Funktionen ermöglichen das Filtern verdächtiger Websites und des Netzwerkverkehrs. Das integrierte Schwachstellenmanagement liefert zudem einen Überblick über installierte Anwendungen, bekannte Sicherheitslücken und verfügbare Updates.
Öffentliche Vorschau ohne festen Veröffentlichungstermin
Die Unterstützung für GNU/Linux-Desktops ist zunächst als öffentliche Vorschau verfügbar. Einen Termin für die allgemeine Freigabe hat Microsoft bislang nicht genannt.
Defender for Endpoint unterstützt verschiedene Linux-Distributionen, darunter Red Hat Enterprise Linux, Ubuntu LTS und Debian. Welche Versionen und Systemvoraussetzungen im Einzelnen gelten, führt Microsoft in seiner Dokumentation auf. Für den Einsatz ist außerdem ein geeignetes Unternehmensabonnement erforderlich, etwa Defender for Endpoint Plan 2.
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