MacBook als mobile Litfaßsäule: Entwickler nimmt Tausende Euro mit Sticker-Auktion ein

Ein selbstständiger Softwareentwickler verkauft Werbeflächen auf seinem künftigen Laptop. Die ungewöhnliche Finanzierungsaktion übertrifft bereits alle Erwartungen, und könnte nun zum Geschäftsmodell werden.

Der Entwickler Vincent, der im Internet unter dem Namen @VynseDev auftritt, hat einen ungewöhnlichen Weg gefunden, sein erstes MacBook Pro zu bezahlen: Noch bevor er das Gerät gekauft hat, versteigert er ausgewählte Bereiche auf dessen Deckel an Unternehmen und andere Interessierte. Die Gewinner dürfen die Flächen mit eigenen Werbeaufklebern gestalten.

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Preise hängen von der Position ab

Auf einer eigens eingerichteten Internetseite können Bieter zwischen zehn festgelegten Positionen wählen. Vincent wirbt damit, dass die Logos der Käufer unter anderem in Cafés, Coworking-Spaces und auf Veranstaltungen zu sehen sein könnten. Eine konkrete Reichweite oder einen wirtschaftlichen Erfolg garantiert er allerdings nicht. Er verspricht lediglich, den Laptop im Alltag mitzunehmen und ihn gelegentlich in seinen Beiträgen zu zeigen.

Ursprünglich wollte Vincent mit der Aktion ein MacBook Pro mit 14-Zoll-Display finanzieren. Das gewünschte Modell soll über einen Apple-M5-Chip, 32 GByte Arbeitsspeicher und eine SSD mit 1 TByte Kapazität verfügen. Nach aktuellen Apple-Preisen kostet diese Konfiguration rund 2.640 Euro.

Dieses Ziel hat der Entwickler inzwischen deutlich übertroffen. Insgesamt kamen durch die Auktion bislang fast 7.300 Euro zusammen. Damit könnte Vincent nicht nur zwei Geräte in der gewünschten Ausstattung kaufen, sondern hätte darüber hinaus noch Geld übrig.

Für die Auktion hat Vincent den Deckel des geplanten MacBooks in drei Reihen mit insgesamt zehn Werbezonen aufgeteilt. Besonders begehrt sind die drei großen Flächen im oberen Bereich. Der prominent platzierte Bereich unmittelbar oberhalb des Apple-Logos erreichte bereits einen Preis von 1.715 Euro.

Aus der Einzelaktion könnte eine Plattform entstehen

In der mittleren Reihe stehen vier kleinere Werbeflächen zur Verfügung, die wegen ihrer geringeren Größe günstiger angeboten werden. Den unteren Abschluss bilden erneut drei größere Stickerpositionen. Obwohl diese mehr Platz bieten, liegen ihre Gebote deutlich unter denen für die obere Reihe.

Die Gewinner erhalten nicht nur die ausgewählte Fläche auf dem Laptop. Zum Angebot gehört auch ein individuell gestalteter Vinylaufkleber. Zusätzlich möchte Vincent die beworbenen Firmen oder Personen auf seiner Auktionsseite verlinken.

Die Idee stößt offenbar auch bei anderen Laptopbesitzern auf Interesse. Nach Angaben des Entwicklers haben sich bereits zahlreiche Menschen gemeldet, die ihre eigenen Geräte ebenfalls als mobile Werbeträger anbieten möchten.

Vincent hat deshalb eine Warteliste eingerichtet. Langfristig könnte aus der ursprünglich persönlichen Finanzierungsaktion eine Dienstleistung entstehen, die Werbetreibende und Laptopbesitzer zusammenbringt. Als technische Grundlage soll die Webseite dienen, die er bereits für seine eigene Sticker-Auktion entwickelt hat.

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Sladjan Lazic

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